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Tier oder Mensch? Mensch oder Ding? Ungeheuerlich – keine*r weiß es so genau! In der Lebenswirklichkeit von Kindern sind Ungeheuer allgegenwärtig – aber nur wenig erforscht. In dem Tanzstück UNGEHEUER der österreichischen Choreografin Verena Steiner begeben sich drei Tänzer*innen und zwei Musiker*innen zusammen mit ihrem jungen Publikum auf eine Expedition ins Ungeheure: Spielerisch und lustvoll erobern sie sich die empowernden Potenziale des Ungeheuren für die kindliche Lebenswelt. Vom magisch-zappeligen Wischmob bis hin zu dem geheimnisvollen Eigenleben von Handschuhen – zum Einsatz kommt, was für die Erforschung hilfreich erscheint. Ungeheuer haben im Leben von Kindern eine ambivalente Rolle: Einerseits angsteinflößend und schreckenerregend, werden sie andererseits in den letzten Jahrzehnten vermehrt zu Sympathie- und Identifikationsfiguren und versprechen darüber hinaus (gruselige) Freude und Abenteuer. Die choreographisch-tänzerische Auseinandersetzung UNGEHEUER stellt Fragen nach der Dar- und Herstellung dieser außergewöhnlichen und „monströsen“ Körper in Kinderwelten und verhandelt so Kinderängste, -sehnsüchte, und -freuden. Drei erwachsene Tänzer*innen verwandeln sich, entdecken das Ungeheuerliche im Alltäglichen und mutieren zu Mischwesen zwischen Tier und Mensch oder Objekt und Mensch. Sie spielen mit Lauten und Stimme sowie mit Substanzen und Materialien. Dabei stehen die humor- und lustvolle Dimension dieses Spiels mit dem Ungeheuerlichen im Vordergrund. UNGEHEUER wirft auch einen kritischen Blick auf Genderrollen: Ungeheuer in Kinderwelten sind oft männlich konnotierte Figuren. Den vorherrschenden Narrativen von männlichen (Kinder-)Helden werden monströse Möglichkeiten zum Empowerment für Kinder jenseits von binären Geschlechterrollen entgegengestellt. Das Ungeheuerliche wird so als machtvolles Potenzial entfaltet, das allen Kindern in ihren alltäglichen Lebensrealitäten sowie in schwierigen Situationen Kraft und Mut geben kann.

VON UND MIT
Künstlerische Leitung und Choreografie: Verena Steiner
Tanz und (Co-)Choreografie: Franklyn »Slunch« Kakyire, Angela Kecinski / Franca Luisa Burandt, Verena Steiner
Sounddesign: Yvonne Dombrowski, Vincent Dombrowski
Bühnenbild: Raphaela Andrade
Kostüme: Natascha Dick
Dramaturgische Beratung: Franca Luisa Burandt, Su Jin Kim
Künstlerische Supervision: Jochen Roller
Künstlerische Produktionsassistenz: Uta Engel

Koproduktion: Kampnagel Hamburg
Gefördert von: NEUSTART KULTUR #TakeAction Fonds Darstellende Künste, Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Berit und Rainer Baumgarten-Stiftungsfond unter dem Dach der Hamburgischen Kulturstiftung, Hamburgische Kulturstiftung und Österreichisches Kulturforum Berlin, K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg

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