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So ein Theater! Ob in der Gemeinschaftsküche, dem Garten, im Kinderspielraum oder im Park gegenüber – überall gibt es Missverständnisse, Verbote und Streitereien. WAS TUN?! Im Forumtheaterstück greifen wir solche – durch eine Feldstudie inspirierte – Szenen auf und verhandeln sie neu. Dabei werden Zuschauer*innen zu ZuSpieler*innen und Theater wird zu einer Probe für die Realität.
Die Nachbarin ist zu laut und raubt allen den Schlaf. Morgens stolpert Herr Hochstammer über die Spielsachen der Kinder im Korridor. Und die Hausverwaltung ist frustriert, weil sie wegen einer Beschwerde neue Regelungen erlässt und damit gefühlt alle bestraft… Das Frustlevel steigt. Auf allen Seiten.
Was passiert, wenn diese Alltagsszenen nachgespielt werden? Zwischenmenschliches, Szenen aus dem Haus und Szenen aus dem Büro der Hausverwaltung. Es entsteht ein Perspektivenwechsel, der anregt.
Anschließend werden Ideen und Handlungsvorschläge der Zuschauer*innen (ZuSpieler*innen) auf der Bühne praktisch ausprobiert, was zu (teils überraschenden) Reaktionen und neuen Spiel_Räumen führt. Aus diesem Grund nannte Augusto Boal – Initiator der Theaterbewegung Theater der Unterdrückten – Forumtheater auch eine „Probe für die Realität”. Wir wollen zum Träumen und Neu-Denken, zu mehr Kreativität, zu Selbstorganisation und zur Kommunikation miteinander anregen.

Das interaktive Theaterstück ist eine Kooperation des Vereins „Spiel_Raum – Raum für Bewegung, Theater und Anti-Diskriminierung“ (www.spiel-raum.eu) mit dem „Theater der Unterdrückten Wien“ (www.tdu-wien.at).

Die Feldstudie „Caring for Communities“ (www.bit.ly/c4c-feldstudie), die Ausgangspunkt des Stückes war, wurde durchgeführt und herausgegeben von Beatrice Stude sowie Meike Schalk und Sara Brolund de Carvalho (Action Archive Stockholm). Sie analysiert und dokumentiert das Zusammenleben in Wiener Wohnprojekten.
Anschließen entstand unter der künstlerischen Leitung von Magoa Hanke und Veronika Vitovec ein Forumtheaterstück um gemeinsam mit Bewohner*innen – und in der Folge mit einem breiteren Publikum – ganz praktisch neue Handlungsspielräume zu erforschen.

Die Produktion wurde gefördert von der Stadt Wien und wurde mehrfach wiederaufgenommen.

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