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Das La Die Gaga Project ist ein theatrales, varietehaftes Musikprojekt, in dem nun die Protagonistin La Die Gaga, eine Chansonniere (eigentlich ein Huhn), mit ihren queeren MusikerInnen die patriarchale Musikgeschichte neu erzählt. Das Ensemble interpretiert Lieder aus verschiedensten Genres (Musical, Wiener Lied, Klassik, Pop, Chanson), schreibt aber auch Eigenkompositionen, bringt diese dem Publikum humorvoll näher und verdreht die Inhalte der Songs liebevoll, virtuos, gackernd feminin. Sehr oft nimmt sich diese Formation Liedern an, deren Texte von Männern für Frauen geschrieben wurden, um so Klischees und spezifische Geschlechterrollen in der Musik aufzuzeigen. Die Geschichte von Musik und Darstellender Kunst ist bekanntlich eine sehr männlich geprägte, durch das jahrhundertelanges Ausschließen der Frau auf Bühnen, sowohl als Akteurinnen & Autorinnen, hat sich bei den Frauen im Untergrund ein eigener Humor entwickelt. Heute ist es somit egal, welches Geschlecht, welche Sexualität man lebt, das „männlich erzählende“ wird immer noch größer und bedeutender wahrgenommen. Genau da versucht das La Die Gaga Project anzusetzen, um die Wahrnehmung der HörerInnen, ZuseherInnen unterhaltsam auf die Probe zu stellen und auch gern mal zu verwirren.
Beispielsweise läßt sich ein klassisch phallisches Phänomen wie ein Gitarrensolo hervorragend durch Geflügelgeschnatter ersetzen. Gackern ist ja sehr nahe am Scat-Gesang (vielleicht ist ja letzterer sogar aus ersterem entstanden?) und kann musikalisch sehr viele Instrumente ersetzen, sogar orchestrale Dynamiken spielend erzeugen. Gackerglanz und -Gloria!
Das Huhn, versteckt in der Chansonniere, geht auf Tour!
Die Mischung aus musikalischer Darbietung und außergewöhnlicher Performance gewinnt das Publikum auf seine ganz eigene Art. Es ist gute Unterhaltung gemischt mit subversivem „Schmäh“, das gerade in der Reduktion und Konzentration auf das kleine Ensemble in jedem Rahmen wirkt, auf Bühnen, auf der Strasse und in Cafes.

Kulturverein Indieversal
Tini Trampler – Gesang
Stephan Sperlich – Klavier
Tino Klissenbauer – Akkordeon
Martin Dueller – Schauspiel, Performance

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