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“I am open. My Flesh is red. You can see through me. My skin is gone.” Lange hat sie an ihrem Album geschrieben, jetzt ist es endlich soweit: die in Wien lebende Musikerin Teresa Rotschopf präsentiert mit »Messiah« ihr Debut-Album. War man von der ehemaligen Leadsängerin der Formation Bunny Lake bis jetzt neonfarbene Electro- Pop Nummern gewohnt, schlägt sie in ihrem Solo-Projekt neue Wege ein. Hier besticht sie mit intensiven, melancholie-durchtränkten Songs, die in die Tiefe ziehen und dort lange nachhallen.
»Messiah« ist ein schonungslos intimes Album geworden. Es gibt einen Einblick in abgründige Gefühlswelten und erzählt in ungeschminkten, bittersüße Balladen vom Leben, der Liebe und emotionalen Enttäuschungen. Getragen werden die Songs von Rotschopfs markanter Stimme, die gekonnt zwischen Theatralität und Fragilität changiert, mal samtig, mal rau klingt. In ihr wirken die bestechend ehrliche Art einer Patti Smith und der verruchte Zauber Nicos fort. In sanften Moll-Tönen gehalten, mäandern die Nummern durch unterschiedliche Stile, von Trip Hop über Soul, R’n’B und Electro zu romantischem Singer Songwriting, umwoben von der mystischen Aura gregorianischer Sakralmusik. Dass insgesamt 18 GastmusikerInnen auf dem Album zu hören sind, trägt zur Breite des klanglichen Spektrums bei. Drumsamples wechseln hier mit echten Drums, Synthesizer mit Klavierklängen, Saxophon mit Gitarre oder Laptop- Elektronik. Organisch und homogen fügt sich das von Patrick Pulsinger produzierte Gesamtergebnis zusammen. »Messiah« präsentiert uns kunstvoll arrangierte, expressive Downtempo-Songs – lakonische Gesänge aus der Pop-Unterwelt, dunkle Seelenmusik in der Intensität eines Bekenntnisses.

Teresa Rotschopf
Martin Knorz

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