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Guarani-Indianer besitzen einen großen Schatz an Geschichten, Mythen und Legenden, mit denen sie dieSchöpfung erklären, sowie eine reichhaltige Musik. Licht, Wasser, Wind, Erde, Tiere, Pflanzen, Menschen
– alles ist beseelt. Diese Geschichten erzählen auch gleichzeitig ihre Traditionen und überliefern ihre ethischen
Grundsätze an ihre Nachkommen.
Ihr Weltbild unterscheidet sich fundamental von der naturwissenschaftlich-erklärenden westlichen Sichtweise.
Die Wesen der Natur sind für Guarani-Indianer keine Objekte, sondern mit Leben und Geist erfüllte „Subjekte“ – auf gleicher Stufe wie der Mensch.
Die brasilianische Darstellerin Adriana Salles, die selbst auch Guarani-Vorfahren hat, schöpft aus der Fülle dieses Wissens. Nicht eine bestimmte Legende der Guarani, sondern viele verschiedene tradierte Erzählungen schwingen in ihrem Stück mit: die Erschaffung
unserer Welt aus einer Kokosnuss, die Entstehung von Regen, Wasser, Wind, Blitz und Donner; der hinter allem wirkende große Schöpfergott, zahlreiche Tiere wie Delphin, Papagei, Jaguar, Fisch, Kröte – und auch der
Mensch.
Zu allem existieren bei den Guaranis unzählige Geschichten.
Das Wesentliche für Darstellerin Adriana Salles sind nicht die konkreten Legenden, die sie als Inspiration für ihr freies Spiel verwendet, sondern die Botschaft
dahinter: Achtung und Liebe für die Schöpfung.

eine Co Produktion der Comicompany mit Tà Pánta Rheï
Regie: Andreas Simma
Musik: Hüseyin Evirgen
Bühnenbild und Kostüme: Irene Edenhofer

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