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So wie Mikrofone und Megafone Verstärker für die Stimme sind, verstärkt die Corona-Krise gesellschaftliche Ungleichheiten. Der Applaus derer, die sich Balkone leisten können, hat die Tatsache nicht übertönt, dass Care-Arbeit noch immer zu wenig gesehen, zu wenig anerkannt sowie unangemessen oder nicht bezahlt wird. Dies betrifft zu einem großen Teil von Frauen sowie von Migrant*innen verrichtete “systemrelevante” Arbeit. Auf der Bühne entsteht ein Verstärker für Stimmen, die zu wenig gehört werden.Was wurde durch die „Corona-Krise“ verstärkt? Was wurde seitdem lauter, was vorher kaum wahrnehmbar war? Für welche Sehnsüchte, welche Bedürfnisse, welche Utopien sind die Erfahrungen der Pandemie ein Verstärker? Aus der Zukunft betrachtet: was wird Corona verändert haben – im schlimmsten und im besten Fall?
Diese und andere Fragen haben wir Müttern und Vätern, Pädagog*innen, Pflegekräften, Haushaltshilfen und anderen Menschen gestellt, die in Wien nicht bezahlte/unterbezahlte Fürsorgearbeit leisten. Die Konzert-Performance lotet Grenzen zwischen politischer Rede, Gesang, experimenteller Musik, spoken word und Choreographie aus.
Alle Interview-Antworten werden wörtlich wiedergegeben. Verstärkt wird auch das Stottern und Zögern, das Suchen nach den richtigen Worten, Versprecher, Denkpausen, Sprachmelodien und -rhythmen.

Konzept/Regie: Sylvi Kretzschmar
Performance/Komposition/Entwicklung/Recherche: Lene Benz, Irene Coticchio, Caroline Koczan, Rahel Kraft, Sylvi Kretzschmar, Patrizia Ruthensteiner
Kostüme: Patrizia Ruthensteiner
Produktion: Olympionik*innen Productions

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