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H.C. Artmanns Beitrag für die deutschsprachigen Literatur war riesig. Er hat den Surrealismus nachgeholt und das Deutsche nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zum Leuchten gebracht. Sein Band “Von denen Husaren und anderen Seil-Tänzern” wurde vom Philologen und Dichter Ondřej Cikán neu herausgegeben. Dieses Büchlein ist aktuell und witzig zugleich: Die ausgedienten Husaren und umtriebigen Hexen sind tapfer bei jeder Gelegenheit – und dabei so respektvoll wie vielsprachig. Cikán hat Artmanns Quellen ausgeforscht und die osmanischen, slowenischen, okzitanischen, lateinischen, biblischen, isländischen usf. Zitate überprüft, übersetzt und kommentiert. So macht das Büchlein doppelt Spaß. Christian Thanhäuser hat den Band illustriert. – Artmann liebte die Musen. In den “Husaren” dichtet sein Husar: “steig auff / mein heidenthumb / von neuem lentz befreit / auß deiner irdnen grufft / vertreib all die mit schimpff / so längstens dich geschmäht / & send uns faun & nymph […]” Ondřej Cikán und Anatol Vitouch haben 2021 den Musismus ausgerufen. Sie präsentieren neben Artmann auch ihre eigenen musistischen Geburtstagsgeschenke aus den Bänden “Mein Liebling ist Gewölk” (Cikán), “Gefährliche Arrhythmie” (Avedis Tarsis = Vitouch) und “Manifest des Musismus” (Große Schwester M).

Es lesen: Ondřej Cikán (Autor, Herausgeber von Artmanns “Husaren”) und Anatol Vitouch (Autor).
Illustrationen zu Artmann: Christian Thanhäuser.

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