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Eine textlich-musikalische Hommage an die Ziellosigkeit
Ist der Weg das Ziel, oder ist das Ziel im Weg? Naemi Latzer und Sabine Muhar würdigen den sinnlichen Müßiggang mit einer Collage aus Lyrik, Erzählungen und Dialogen. Musikalisch begleitet werden sie dabei von Alexander Xidi Christof (Akkordeon, Loopstation, Stimme).

Umanandareden, umanandaschaun, umanandawurschtln – der wienerische Begriff «umananda» umschreibt liebevoll Tätigkeiten, die auf den ersten Blick keine gerade Linie zu einer Entwicklung bilden. Aber sind es nicht gerade unterlassene Versuche, charmantes Herumwurschteln und verträumte Gelegenheiten, die unsere Kreativität nähren?

“Ich habe mich oft gefragt, ob nicht gerade die Tage, die wir gezwungen sind, müßig zu sein, diejenigen sind, die wir in tiefster Tätigkeit verbringen? Ob nicht unser Handeln selbst, wenn es später kommt, nur der letzte Nachklang einer großen Bewegung ist, die in untätigen Tagen in uns geschieht? Jedenfalls ist es sehr wichtig, mit Vertrauen müßig zu sein, mit Hingabe, womöglich mit Freude. Die Tage, da auch unsere Hände sich nicht rühren, sind so ungewöhnlich still, dass es kaum möglich ist, sie zu erleben, ohne vieles zu hören.” Rainer Maria Rilke

Textfassung: Naemi Latzer und Sabine Muhar
Musik live und Komposition: Alexander Xidi Christof

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