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DreckBewegungstheater

Ein Paar, seit Jahren in einer Beziehung, spricht aneinander vorbei. Sein Wollen ist ihr Graus, ihre penible Reinlichkeit ist von ihm ignoriert, der gemeinsame Fetisch und die Begierde längst Erinnerung. Das innere Grollen spürbar unterdrückt, bis die Zurückhaltung platzt und das Schweigen in der Explosion ängstlich um sich schlägt und rasch wieder in die Spannung der Stille zurückkehrt. Dennoch, ein Zurück gibt es nicht mehr.
Als Subtext spinnt die Musik von der Akkordeonistin Maria Mogas ein Geflecht aus Atmosphäre, welche zwischen Erinnerung und Realität hin und her springt.

Surmoi:
Mit „Surmoi“ (zu Deutsch: Über – Ich), handelt es sich um ein Stück, bei dem die Künstlerin sich mit persönlichen Erfahrungen auseinandersetzt. Dabei dient das Objekt als Hilfsmittel und Projektionsfläche.
Beim Objekt handelt es sich um ein Pendel. Dieses wurde aus Beton gegossen und wiegt um die 40 kg. Es ist ein totes Objekt, das durch die Beziehung zur Performerin lebendig wird. Vom schwingenden Pendel geht eine Gefahr aus, die den ganzen Raum mit Leben erfüllt. Dieses Gefühl, kombiniert mit der beruhigenden Bewegung des Schwingens, wirkt magisch. Das Objekt wird auf verschiedene Arten und Weisen manipuliert. Zudem wird es als Gegengewicht benutzt, wodurch seine eigene Manipulationskraft und das Eigenleben des Pendels zur Geltung kommen. Die Performance bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen dem bedrohlichen Spiel mit der Gefahr und der Lebendigkeit und Euphorie, die durch eben dieses Spiel erweckt werden. Dabei werden (einander) ständig neue Grenzen aufgezeigt, nur um im Anschluss wieder zu verschwimmen.
Auf den ersten Blick scheint es, als lebe das Pendel nur durch die Verbindung, die die Performerin zu ihm aufbaut, kontrollieren kann sie es jedoch nicht. Hat das Pendel einen eigenen Charakter, einen eigenen Willen? Handelt es sich um ein Spiel zwischen Performerin und Pendel oder spielt die Performerin eigentlich nur mit sich selbst?

Dank an das Akkordeonfestival 2020, welches die Produktion von Dreck ermöglichte und das Symposium im Rahmen des Festivals Luagna; Losna 2019, bei dem die Idee zum Kurzstück geboren wurde. Die Idee des Kurzstückes entstand während des Luaga und Losna Festival 2019 in Feldkirch gemeinsam mit Kurt Murray, Nico Wind, Fabienne Rohrer, Peter Filz und Heinz Gubler.
2020 entwickelten Regina Picker und Michael Pöllmann die Idee gemeinsam mit Maria Mogas weiter und feierten beim Akkordeonfestival Premiere (Dank an Friedl Preisl und Franzska Hatz).

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