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Was im Reisfleisch alles drin ist…. diese Frage als Prolog zu einem der bekanntesten Werke der klassischen Musikliteratur, der Suite für Violoncello von Johann Sebastian Bach mag verwundern, ist jedoch bei genauerem Hinhören (und Hinriechen) durchaus berechtigt: Erstens hat Bach zweifelsohne gerne gut gegessen bevor er sich ans Komponieren machte und sich vermutlich auch für die Zutaten seiner Speisen interessiert. Und zweitens ist eine gute Komposition immer auch die Vollendung eines Rezeptes, dessen Zutaten aus Klang bestehen. Im Projekt Lammfromm treffen Haubenköche unterschiedlicher Disziplinen aufeinander: Der Cellist Erich Oskar Huetter, Mitglied renommierter Kammermusikensembles, Intendant mehrerer Klassikfestivals und ausgewiesener Humanist, der Pianist und Akkordeonist Stefan Heckel, Improvisator und Komponist sowie (der bekannte Schriftsteller) Franzobel schichten Klänge aus Tönen und Worten aneinander, die auf den ersten Ohrenblick unterschiedlicher nicht sein könnten. Die tausendfach interpretierte Musik eines der bedeutendsten Komponisten der abendländischen Kunstmusik wird respektvoll durch eine improvisatorische Linse projeziert und und durch Dialektgedichte erweitert, die das unmittelbare Leben und sein Vergehen beschreiben. Es ging zu allen Zeiten um dasselbe: um den Herrgott, das Reisfleisch, Erinnerungen, Fluchen, Schönheit und um das Leben. Die sinnliche Kollage aus Altem und Neuem schafft Zeitloses und feiert den Moment.

Verlag Bibliothek der Provinz, Land Steiermark Kultur

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