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„El Gomero“ oder Ficus elasticus, in deutscher Sprache Gummibaum, ist ein Epiphyt:Er muss auf einer anderen Pflanze oder einem Gegenstand wachsen, indem er auf ihr/ihm als Parasit lebt, ohne jedoch deren Parasit zu sein, d.h. ohne sich von ihr/ihm zu ernähren.
Nur so kann er Wurzeln entwickeln, die stark genug sind, um sich selbst zu stützen.
Der Gummibaum ist ein Körper, der sich selbst entkleidet, seine Intimität, seine Kraft in Besitz nimmt. Ein Körper und sein Raum sind aus dem gemacht, was sie beide ausmacht: aus der Haut wird noch mehr Haut, die Wurzeln des einen entwickeln sich aus dem Körper des anderen und der Körper des einen aus den Wurzeln des anderen.
„Es geht auf meinen Füßen, hält mich mit dem Gewicht dieser Querverbindung, die mich auf dieser Ebene des Universums verankert. Es geht vorwärts, aber auch abwärts und aufwärts, seine Schritte kommen und gehen in der Unentschlossenheit des Warums und Wie.
Es gibt kein Außen, das auffällt, es gibt ein Innen, das ihn im tiefsten Inneren jener Einsamkeit berührt, die Einsamkeit, die er so sehr meidet, aber nicht aufgeben kann.
Es ist wie ein magischer Schritt, die Erfahrung wieder zu erleben mich noch einmal begegnen zu lassen. “El Gomero” ist die Brücke zwischen mir und dem anderen.
zwischen mir und dir,
zwischen ihr und ihr,
zwischen ihm und ihm,
zwischen ihr und ihm,
zwischen ihm und ihr,
zwischen…”
(Juan Jesùs Guiraldi)
Diese Arbeit wurde in Zeiten der Quarantäne geboren, als die intimste Einsamkeit uns fand und uns einlud, damit zu spielen, wie wir uns gegenseitig halten können und uns nicht allein fühlen.
“El Gomero” bietet die Möglichkeit nachzudenken, mehr als vorher, über das unweigerliche Bedürfnis beständige Verbindungen mit den anderen aufzubauen, um einen intimen Dialog führen zu können, der Dialog, der dazu einlädt, mitzuerleben, wie das Leben in unserem Inneren wächst.
Wo immer es auch ist…

Festival Constante – Juan Jesús Guiraldi

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