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Das Herz des sozialistischen Wohnbaustadtrates schlägt für die aufständischen Zapatistas in Mexiko, aber seine Hand schlägt ein in jeden guten Deal mit jedem besseren Immobilienhai. Selbst wenn der ein Piefke und ein Faschistenfreund ist? Wem gehört wieviel Wien und wie gemein ist der Gemeindebau? Und welches Lied läßt die granitenen Grantmauern ums weiche Wiener Herz einstürzen? Das Publikum entscheidet.
Wem gehört eigentlich die Stadt? Und wenn man durchsetzen würde, dass sie allen Bewohner*innen gleichermaßen gehört, kriegt dann jeder Wiener und jede Wienerin 216 qm in Privatbesitz? Oder gehört alles allen gemeinsam? Was heißt das? In der Mitbestimmungskomödie IN GRUND UND BODEN möchte ein deutscher Investor, AfD-Großspender und Milliardär (gespielt von Hanna Binder) der Stadt Wien ein paar Millionen spendieren, wenn dafür der Karl Marx-Hof umbenannt wird. Der sozialistische Wohnbaustadtrat (Christoph Krutzler) ist hin- und hergerissen. Ein paar Millionen in der Stadtkasse für einen läppischen Namen? Was sagen die Bewohner*innen (=das Publikum)? Sind die dafür oder dagegen? Dagegen? Das läßt der Investor nicht auf sich sitzen. Er wird den „schändlichen letzten Rest an Kommunismus in Europa“, der sich da in Wien festgesetzt hat, in Grund und Boden privatisieren. In einem jungen Burschen, der etwas werden möchte und zwar bald (Felix Stichmann), findet er einen brauchbaren Gehilfen, in einer überzeugten Anhängerin der zapatistischen Rebellion in Mexiko (May Garzon) eine verbissene Gegnerin. Wer kann seine Pläne durchsetzen? Das Publikum entscheidet.

Augustinmitbegründer, Autor und Anarchist Robert Sommer liefert den Schauspieler*innen das Textmaterial, aus dem sie diese Komödie entwickeln. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist das Jahr 1911, als in Mexiko die von Emiliano Zapata angeführten Rebell*innen den „Plan von Ayala“ beschlossen haben, der eine radikale Bodenreform auf die Agenda setzte, so dass die mexikanische Revolution das Land an die Bauerndörfer verteilte. Gleichzeitig gab es in Wien Hungerrevolten und die „Ottakringer Elendsjugend“ plünderte die Lebensmittelgeschäfte. Was haben Kämpfe in Mexiko mit der Wiener Stadtpolitik zu tun? Wer hat Angst vor dem Wort „Enteignung“? Wenn die Bewohner*innen ihren Gemeindebau selbst verwalten, wer kümmert sich um die mysteriösen Hundstrümmerl auf Stiege 7? Und was passiert, wenn die aufständischen Zapatistas aus Mexiko im Spätsommer wirklich nach Wien kommen?

Es spielen: Christoph F. Krutzler, Hanna Binder, Felix Stichmann, May Garzon
Autor: Robert Sommer

Christoph F. Krutzler (geboren 1978 in Wien-Ottakring) ist ein österreichischer Schauspieler, der am Burgtheater, am Wiener Volkstheater und in zahlreichen Spielfilmen und Fernsehserien spielt.

Hanna Binder. In Medias/ Rumänien geboren. Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Spielte seither u.a. am Maxim Gorki Theater, Theater St. Gallen, Volkstheater Wien, Schauspielhaus Frankfurt, Schauspielhaus Zürich, Wiener Festwochen und Landestheater NÖ. Derzeit als Gast am Burgtheater, als Dozentin am Mozarteum und als Performerin beim Atlas Programm bei Impulstanz. Vielfach ausgezeichnet. Auch als Regisseurin, Musikerin und Sängerin tätig.
https://hanna-binder.format.com

Felix Stichmann, geboren in Grieskirchen (OÖ), Studium an der Schauspielschule Krauss in Wien, Engagements u.a. am Theater der Jugend, OFF Theater, Theater Akzent. Zuletzt Dreharbeiten für Tatort, Vienna Blood, Soko Linz.

May Garzon, seit 2008 Schauspielerin für Theater, Film und Fernsehen. Ab Oktober im Das OFF Theater Wien im Stück „DALLI DALLI“ zu sehen.

Christoph F. Krutzler, Hanna Binder, Jakob Oberschlick, Laura Aya
Autor: Robert Sommer

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