Lade Veranstaltungen
Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Abboud und Alvir wollen sich erleichtern und rasieren daher vor Publikum ihre behaarten Geschichten und schneiden intime Stücke von sich ab. Sie entwurzeln ihre Lebenslocken und scheren sich über den Herkunftskamm. Dabei werden Bartpflege- und Intimwaxingtipps genauso ausgetauscht wie Reflexionen über Genderperformance und racial profiling. Immerhin erzählt die Haarpracht oft mehr, als oberflächlich den Anschein erwecken mag – und definitiv viel mehr, als den Träger_innen wohl lieb wäre.
Am Ende kann das Publikum sich auch etwas mit nach Hause nehmen. Im 17. Jahrhundert wäre dies vielleicht eine gepuderte Haartolle gewesen, aber heute muss es wohl coronakonforn einfach der eine oder andere Gedanke sein, den die Autor_innen in den Kopf pflanzen. Auf dass sie dort sprießen und niemals grau werden.

Eine literarischer Abriss von frisch rasierten Identitäten, leidlich abgewaxten Kulturen und überallhin wuchernden Erzählungen.

Nach oben