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„Künstlervernichtung“Lesung mit Texten von Thomas Bernhard
von Markus Hering und Grischka Voss

„Wer einem Künstler hilft vernichtet ihn“…

„Jungen Künstlern ist nicht zu helfen es gibt keinen größeren Unsinn als jungen Künstlern zu helfen überhaupt Künstlern zu helfen ist Unsinn. Die Künstler sollen sich selbst helfen vor allem die jungen Künstler sollen sich selbst helfen dadurch wird ja aus den jungen Künstlern nichts weil ihnen dauernd geholfen wird. Wer einem Künstler hilft vernichtet ihn. Vor allem wer einem jungen Künstler hilft zerstört und vernichtet ihn.“ („Ritter, Dene, Voss“)

Nach einem Jahr der großflächigen Kunst-und Kultur-Eindämmung, das Thomas Bernhard mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu literarischen Höchstleistungen angespornt hätte, möchten wir mit einer Auswahl der boshaftesten und zugleich komischsten Texte des österreichischen Autors zum Thema Kunst und Kultur, seiner gedenken. 90 Jahre wäre der scharfsinnige Meister der Wortakrobatik heuer geworden. Er war ein Seismograph für die schwärzesten Flecken der österreichischen Seele und Geschichte und liebte es, sich durch Wort- und Satzwiederholungen in aberwitzige emotionale Höhen empor zu schrauben. Genau dort seinen Finger hinein zu stecken, wo der Schmerz am größten war.
In einer Doppelconférence begeben sich die Schauspieler/in Markus Hering und Grischka Voss auf eine Lesungs-Gratwanderung durch Ausschnitte aus Werken wie „Ritter ,Dene,Voss“, „Elisabeth II“, „Heldenplatz“ ,oder „Ja“ –
“immer an der Grenze der Verrücktheit, verlassen wir diesen Grenzbereich, sind wir tot“ – so Thomas Bernhard.

„In Österreich ist immer alles am schlimmsten gewesen“. („Heldenplatz“)

Grischka Voss, Markus Hering

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