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Los Yesares, ein armes Dorf in der Serranía, dem bergigen Hinterland von Valencia. Eine französische Studentin, die dorthin kommt, um Material über den Alltag in den ersten Jahren nach dem Ende des Spanischen Bürgerkriegs zu sammeln. Die Stimmen der Frauen und Männer, die ihr erzählen, wie es ihnen damals ergangen ist – als sie jung waren und als Republikaner, als politisch Verfemte, als Kinder von «Roten» von den frankistischen Machthabern misshandelt und gedemütigt wurden. Wie sie stillgehalten oder sich heimlich gewehrt haben. Und wie die Furcht vor Repressalien ihr Erinnerungsvermögen bedroht hat.
Die Farben der Angst ist Teil eines einzigartigen Romanzyklus, mit dem Alfons Cervera das Schweigen über die Verbrechen der Francodiktatur und deren Folgen für das Leben der Besiegten gebrochen hat. In farbigen, überaus anschaulich geschilderten Episoden lässt er diejenigen zu Wort kommen, die sich weder von Gewalt und Willkür der Herrschenden noch von der eigenen Ohnmacht kleinkriegen ließen. Ihre Geschichten handeln vom unbändigen Willen, das Unrecht nicht hinzunehmen, und damit von der Würde derer, die in den Geschichtsbüchern für gewöhnlich nur als Randnotiz vorkommen.

Birgit Stöger und Sebastian Klein lesen Auszüge aus Erich Hackls Übersetzung aus dem Spanischen. Erich Hackl teilt sein Wissen über den Autor und die geschilderten Verhältnisse mit dem Publikum.

Birgit Stöger und Sebastian Klein sind Schauspieler*innen, die am Wiener Volkstheater oft miteinander gespielt haben. Erich Hackl ist Autor und wohl der beste Übersetzer aus dem Spanischen in Österreich. Die deutschen Übersetzung von Alfons Cerveras Buch ist bei bahoebooks erschienen.

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