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Claudia Bitters Roman “Kennzeichnung” (Klever Verlag 2020), sowie neuere unveröffentlichte Prosa und Lyrik . beginnt wie eine Sozialstudie, zeichnet ein Milieubild von Ignoranz, ärmlichen Verhältnissen und Perspektivlosigkeit. Die Ich-Erzählerin Su lässt keinen Zweifel daran, dass sie sich eigentlich nur für zweierlei erwärmen kann: Serien im Internet und das Beisl. Bis mit dem Baby zwangsläufig ein drittes Interesse in ihr Leben tritt und die ersten beiden verdrängt: Das Leben besteht nun aus Geschrei, Stillen und Windeln wechseln. Bei alledem wird Su aber nicht alleingelassen: Es gibt das “Amt”, das sich um alles kümmert und an alles denkt – und alles kontrolliert. Kapitel für Kapitel entwickelt sich der Roman zur Dystopie einer totalitären Gesellschaft, in der alles bis ins Detail geregelt ist… “Kennzeichnung” liest sich besonders schaurig zu Zeiten des staatlich verordneten Hausarrests und des schrittweisen Abbaus von Grundrechten in vielen Teilen der Welt. Ein Buch der Stunde. (Sabine Dengscherz, Literaturhaus)Bitters Sozialkritik wirkt nie platt. Die passive Perspektive der Hauptfigur auf die anonyme Herrschaft ist schlau gewählt, ohne Absicht bewahrt Susanne Haltung. Nützen wird ihr das nichts… “Kennzeichnung” überzeugt durch die kühle Schilderung des Unheils und die klare, nur scheinbar einfache Sprache. (Dominika Meindl, Falter)
www.claudiabitter.at

Karin Ivancsics liest aus ihrem neuen Buch “Aufzeichnungen einer Blumendiebin”, erschienen im Klever Verlag 2021.
“Der Schmetterling ist heute so laut, die Amsel flucht – kann man Sex mit einer Orchidee haben? Dieser betrunken machende Poesie-Cocktail gat, gewissermaßen als kandierte Kirsche, eine Frau im Zentrum, die nachts im Park Blumen stiehlt und sie dann verschenkt. Bei Karin Ivancsics ist Lesen wie im Garten sitzen und staunen, vor allem (aber nicht nur) über die Natur.” – Peter Pisa, Kurier

“Karin Ivancsics nimmt das furchtbare Verbrecherleben einer Blumendiebin zum Anlass, der verbrecherischen Struktur unserer Gesellschaft auf den Grund zu gehen.” – Hellmuth Schönauer

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