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“Eine pensionirte Wittwe von moralischem Character, welche gut kochen, lesen und schreiben kann, wird unter sehr vortheilhaften Bedingungen als Haushälterin aufgenommen.“ Auf diese Annonce Beethovens meldete sich Barbara Holtzmann, geb. 1755, und wurde die Haushälterin Beethovens in Wien, die es am längsten bei ihm ausgehalten hat. In diesem Programm schlüpft Chris Pichler in die Rolle der real existent gewesenen Haushälterin Beethovens, „Frau Schnaps“. Basierend auf Zeitzeugnissen, Dokumenten, Konversationsheften und Briefen, erzählt sie aus unmittelbarer Nähe über Beethoven, sein Leben und Arbeiten. Sie schildert Vorfälle, Anekdoten, Konzerterfolge und Misserfolge, Frauenangelegenheiten, Streitigkeiten um den Neffen und vieles mehr. Durch den Kunstgriff, diese überlieferten Fakten in einer „Sprechperson“, zu versammeln und sie ihr wortreich und ungeschminkt in den Mund zu legen, entsteht ein anderer, erfrischend ungewöhnlicher Blickwinkel auf den Menschen und Komponisten Beethoven. Pressestimmen: “In adrett schwarz –weißem Hausmädchenkostüm plaudert sie in reizendem Wiener Akzent von ihrem Leben an der Seite des übergroßen Künstlers. Das schöne an diesen Bekenntnissen ist, dass wenn Pichler „Ich“ sagt, sie stets vorsichtig auf Distanz bleibt zu ihrer gespielten Figur und vorallem, dass sie das solide Selbstbewusstsein der Frau von niederem Stand mit schnippischem Witz und klarem Verstand nie benutzt um Grenzen zu überschreiten. Über allem steht die unantastbare Größe des Universalgenies. Keine billigen Spekulationen oder Intimitäten aus der populären Schlüssellochperspektive. Ein echtes Kabinettstück ist gleichwohl ihre Aufzählung der Verwandtschaftsverhältnisse des Wiener Adels. Eine sehens- und hörenswerte Aufführung. Bravos.” (Bonner Generalanzeiger)

Chris Pichler

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